Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Mettmann zur Schullandschaft der Stadt Mettmann

Schule

Keine Umwege mehr – jetzt handeln!

Seit vielen Jahren beschäftigt die Neuentwicklung der Schullandschaft die Stadt Mettmann. Vor diesem Hintergrund möchte der CDU-Stadtverband eine klare Position beziehen, insbesondere auch im Hinblick auf die neue Zusammensetzung von Verwaltungsspitze und Rat.

Nach jüngsten Ausführungen der Verwaltung und der Haushaltseinbringung in der Ratssitzung vom 24.03.26 sieht die CDU Mettmann die Gefahr, dass der Sanierungsstau mit dem neuesten Plan der Verwaltung nicht aufzulösen ist. Bürgermeister Bär betonte, dass der zeitliche Ablauf von Investitionen gestreckt werden soll. Benedikt Wacker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Stadtverbandes, kritisiert: „Wir müssen feststellen, dass Investitionen bewusst verzögert werden sollen und die Verwaltung somit keine Dringlichkeit sieht, städtische und schulische Infrastruktur aufzubauen und zu verbessern.“ Tim Wachten, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, ergänzt: „Eine zeitliche Streckung der Investitionen verschiebt die zu stemmenden Aufwendungen nur in die Zukunft, in der Baukosten und Zinsen weiter steigen werden.“

Die CDU Mettmann möchte außerdem ausführen, warum sie hinter einem Schulneubau steht und eine Sanierung bestehender Gebäude als nicht sachgemäß einordnet:

Erstens: Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
Die Annahme, dass die Ertüchtigung bestehender Altbauten eine kostengünstigere und sinnvollere Alternative darstellt, teilt die CDU Mettmann nicht. Vielmehr besteht die Gefahr, dass umfangreiche Investitionen in alte Bausubstanz zu einem „Fass ohne Boden“ werden. Der kontinuierliche Sanierungsbedarf würde auch nach Abschluss der Maßnahmen dauerhaft hohe Kosten verursachen, ohne die strukturellen Defizite nachhaltig zu beheben. „Ein geplanter Neubau Am Pfennig hingegen wertet nicht nur dieses Grundstück auf, sondern durch die freiwerdenden Immobilien auch jenes am Borner Weg“, führt Tim Wachten aus. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine Mittelverwendung für stetige Sanierungen nicht verantwortbar.

Zweitens: Zeitfaktor und Kostenentwicklung
Verzögerungen im Bauwesen gehen regelmäßig mit steigenden Kosten einher. Neben zusätzlichen Verwaltungskosten drohen neben höheren Zinsen vor allem deutlich höhere Baupreise in der Zukunft. Ein zügiger Neubau hingegen stärkt die langfristige Werthaltigkeit der städtischen Infrastruktur und stellt eine nachhaltige Investition in die Bildungsqualität dar sowie die Attraktivität des Standorts Mettmann sicher.

Drittens: Lehrqualität und Lehrumfeld

Oberste Priorität müssen Qualität des Unterrichts sowie Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler haben. Es ist aus pädagogischer Sicht fragwürdig, ob unter den Bedingungen einer baulichen Erweiterung im laufenden Schulbetrieb eine angemessene Lernatmosphäre gewährleistet werden kann. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen deutlich, dass Unterricht in Provisorien wie Containern oder in veralteter Bausubstanz die Lernqualität erheblich beeinträchtigt und sich negativ auf die Entwicklung der Lernenden auswirkt.

„Die CDU Mettmann setzt sich daher für einen echten „Bauturbo“ ein, sowohl auf der Baustelle als auch in den Verwaltungsprozessen“, so Benedikt Wacker. „Die Stadt muss endlich spürbar vorankommen und zeigen, dass Politik und Verwaltung entschlossen handeln.“ Den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern ist nicht zuzumuten, dringend notwendige Investitionen weiter hinauszuzögern, um in einigen Jahren deutlich höhere Kosten tragen zu müssen. Tim Wachten stellt dazu klar: „Das ist eben nicht generationengerecht, deshalb wollen wir jetzt handeln – ohne Umwege.“